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1920 nahmen Missionare der damaligen «Bischöflichen Methodistenkirche des Südens» (USA) in der Tschechoslowakei ihre Arbeit auf. Sie organisierten Erweckungsveranstaltungen, verteilten Bibeln und leisteten Nothilfe unter den an den Folgen des Ersten Weltkrieges leidenden Menschen. Diese Tätigkeit führte zur Gründung verschiedener Gemeinden und zum Entstehen der EMK in der Tschechoslowakei. In den ersten Jahren wuchs die Kirche rasant an. In der Folge erlebte die noch junge Kirche aber zuerst aus finanziellen und später aus politischen Gründen sehr schwierige Jahre, in denen Unterdrückung und staatliche Einschränkungen bis hin zu Verhaftungen von Pastoren allerdings immer wieder auch von Hoffnungsfunken durchbrochen wurden.
Als sich mit den politischen Veränderungen in Osteuropa Ende 1989 plötzlich viele Möglichkeiten des kirchlichen Dienstes in einem hochgradig säkularisierten Umfeld boten, war die EMK noch da — mit einem neu erwachten missionarischen Eifer, der schnell dazu führte, dass verschiedene Gemeinden entstanden und wuchsen. Die neuen Mitglieder waren überwiegend junge Menschen, welche die Botschaft des Evangeliums zum ersten Mal gehört hatten, und mit ihrem Enthusiasmus eine grosse Dynamik in die Kirche brachten.
Die politische Trennung des Landes im Jahr 1993 und die damit verbundene Gründung der Tschechischen und der Slowakischen Republik vermochte die Jährliche Konferenz nicht zu spalten. Nach einer strukturellen Anpassung ist die EMK in diesen beiden Ländern noch immer als eine Jährliche Konferenz mit zwei Distrikten organisiert.
Die wachsenden Gemeinden in der Slowakischen Republik sind heute mit vielen sozialen Herausforderungen konfrontiert. Dass das Land seit 2004 zur EU gehört, hat an dieser Situation nichts verändert. Diese Nöte werden aber auch als Gelegenheiten angesehen, Gottes Liebe weiterzugeben. Sie führen zu einem neuen Engagement für das Reich Gottes und zu Programmen, welche auch physische Nöte der Menschen zu lindern versuchen. Ein Schwerpunkt des kirchlichen Dienstes der EMK in der Slowakischen Republik liegt diesbezüglich in der Arbeit für die Roma, die unterprivilegiert, gemieden, arm und ohne Perspektiven hauptsächlich im Osten des Landes leben. Diese Roma erhalten nicht nur (gebrauchte) Kleidung, Möbel und Haushaltsgegenstände, sondern auch Zuwendung, vorbehaltlose Annahme und schulische Hilfe als Grundlage für eine bessere Zukunftsperspektive.
Weitere Schwerpunkte sind eine umfassende christliche Medienarbeit und ein zwischenkirchliches Engagement, das sich z.B. auch in einer gemeinsamen theologischen Aus- und Weiterbildung verschiedener christlicher Kirchen und Gemeinschaften an der Universität in Banska Bystrica manifestiert.
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